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FLECKEBY UND DER KLIMAWANDEL

Fleckeby und der steigende Schlei-Wasserspiegel

Der Klimawandel ist im vollen Gange, d.h., auch wenn wir jetzt kein CO2 mehr produzieren würden, wird eine Änderung der Entwicklung erst in 200 Jahren beginnen.

Daher müssen wir auf die vielen bereits vorliegenden Forschungsergebnisse von z.B. coastal.climatecentral oder sealevelrise.hcu-hamburg Rücksicht nehmen, was den steigenden Wasserspiegel der Schlei angeht, und unsere Dorfplanung der nächsten Jahrzehnte danach ausrichten.

Große Gebiete um die Schlei herum, also jenseits der B76, liegen unter oder bei Normalnull. Wir sehen ja heute schon, dass diese Gebiete über längere Zeiten überflutet sind; das sind wir gewöhnt.

(Arnis z.B. weiß heute schon, dass es in den nächsten Jahren eine Insel sein wird!) Da jedoch der Meeresspiegel in der nächsten Zeit immer mehr steigt, betrifft das in den nächsten Jahren nicht nur die Auen, die das Fleckebyer Gebiet durchziehen, sondern auch die Häuser, die in diesen Gebieten stehen!

Viele Organisationen nehmen sich schon seit längerem dieses Themas an, so auch der Wasser- und Bodenverband Hüttener Au und Osterbek. So wird überlegt, ob es einen Damm geben soll zwischen den beiden Sportboothäfen – oder vielleicht einen Durchbruch, um dem steigenden Wasser die Möglichkeit zu geben, sich ohne Druck auszubreiten. Das Bild stellt das Szenario 1 im Jahr 2030 dar, also eine absolut realistische Einschätzung. Hier könnte eine Überlegung sein, den Bereich der B76 die Osterbek mit einem Stauwerk zu versehen, um Überflutungen ins Dorf hinein zu verhindern.

Im Jahre 2050 werden sich dann Schlei-seitig die Lücken geschlossen haben.

Hier sind Sturm, das Zurückschwappen der Schlei nach langem Ostwind usw. noch nicht eingerechnet.

Was sind die Konsequenzen für Fleckeby?

Neubauten sind entsprechend zu planen, weitere Ausweichflächen für Hochwasser auszuweisen.

Bei Starkregen ist es wichtig, dass das Regenwasser zügig in lockerem Boden versickert. Unsere Äcker dürfen nicht mehr mit schwerem Gerät verdichtet werden, sondern müssen im Gegenteil durch ökologische Bewirtschaftung aufgelockert werden.

Die Bodenerosion muss gestoppt werden durch eine nachhaltige und ökologische Bewirtschaftung unserer Felder, Wiesen und Äcker. Wenn Maisäcker von September bis Mai nackt daliegen, wird jedes Jahr wertvoller Mutterboden durch Erosion abgetragen.

Die Versiegelung der Grundstücke durch Flächen, die kein Regenwasser aufnehmen können (Einfahrten, Schottergärten, Parkplätze ohne Rasengittersteine usw.), sollte vermieden oder zurückgebaut werden.

Unsere Gärten sollten insektenfreundlich umgebaut werden; auch Nutzgärten machen dann wieder Sinn.

Bei Neubauten sollten Regenwasserzisternen eingeplant werden, Grasdächer sind ein guter Puffer gegen Starkregen.

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